Ausstellung
Architektur zwischen Realität und Vision
Architekturentwürfe der RPTU im Foyer der Leica Camera AG
11.11.2026 – 24.11.2026
Architektur beginnt mit einer Idee – und mit dem Mut, Bestehendes neu zu denken. Welche Räume brauchen wir in Zukunft? Wie lassen sich Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaft architektonisch verbinden? Und welche gestalterischen Möglichkeiten eröffnet ein Ort wie der Leica-Campus?
An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) beschäftigen sich angehende Architektinnen und Architekten mit solchen Fragestellungen. Der Fachbereich Architektur verbindet gestalterische Kreativität mit konstruktivem Denken und der Auseinandersetzung mit räumlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Im Lehrgebiet Baukonstruktion II und Entwerfen entwickeln Studierende eigene architektonische Konzepte und setzen sich mit dem Zusammenspiel von Entwurf, Konstruktion und räumlicher Gestaltung auseinander.
Im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten haben sich die Studierenden mit dem Leitz-Park in Wetzlar beschäftigt. Die daraus entstandenen Entwürfe werden nun im Foyer der Leica Camera AG präsentiert. Als Gastgeberin bietet die Leica Welt den Raum, um die kreativen Ideen und architektonischen Visionen der Nachwuchstalente über den universitären Kontext hinaus sichtbar zu machen.
Im Mittelpunkt der Bachelorarbeiten steht der Entwurf einer fiktiven Werksiedlung für Leica. Die Studierenden entwickelten individuelle architektonische Konzepte, die sich mit den Möglichkeiten des Wohnens und Zusammenlebens im Umfeld eines Unternehmensstandorts beschäftigen.
Die Masterstudierenden widmeten sich unter dem Titel „Das massive Haus“ einer weiteren gestalterischen Herausforderung: der Konzeption eines Gebäudes an der südwestlichen Spitze des Leitz-Parks. Dabei entstanden unterschiedliche architektonische Interpretationen, die den Ort gedanklich weiterentwickeln und neue räumliche Perspektiven eröffnen.
Alle gezeigten Arbeiten sind rein konzeptionelle Studien und keine geplanten Bauvorhaben. Gerade diese gestalterische Freiheit macht die Ausstellung besonders reizvoll: Sie schafft Raum für Experimente, ungewöhnliche Denkansätze und kreative Visionen jenseits konkreter Bauaufträge.
Die Ausstellung bietet einen spannenden Einblick in die Gedankenwelt einer neuen Generation von Architektinnen und Architekten. Unterschiedliche gestalterische Ansätze, kreative Raumkonzepte und individuelle Visionen zeigen, wie vielfältig die Auseinandersetzung mit Architektur sein kann.
Eine besondere Verbindung entsteht dabei durch den Ausstellungsort selbst: Dort, wo der Leitz-Park als realer architektonischer Raum erlebbar ist, werden die fiktiven Entwürfe der Studierenden sichtbar. So treffen bestehende Architektur und visionäre Ideen unmittelbar aufeinander und laden dazu ein, vertraute Strukturen aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.